Multiplex Funjet


Spezifikationen:

Hersteller:Multiplex
Modell:Funjet
Spannweite:795 mm
Rumpflänge ü. a.:750 mm
Fluggewicht:ab 620 g
Tragflächeninhalt:   15 dm²
RC-Funktionen:Höhe/Quer (Deltamix erforderlich), Motor


RC-Komponenten

Empfänger:    Graupner SMC16Scan
Servos: 2 x Hitec HS-55
Akku: Lipo 3S mit 2200mAh
Motor:: Himax A 2825-2700
Regler: MULTIcont BL-37
Luftschraube:    5,5“ x 4,5“

Die verwendeten Antriebskomponenten werden von Multiplex auch als komplettes Set mit der Bestellnummer #332630 angeboten.

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Der Baukasten des Multiplex Funjet kommt wie immer gut und kompakt verpackt daher und die Teile sind mit Luftpolsterfolie gegen Beschädigungen geschützt.

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Erstmal alles auspacken und sehen ob alle Teile dabei sind. Das sieht doch schon mal gut aus.

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Die mitgelieferten Teile im Detail. Die Elapor-Teile machen einen guten Eindruck und passen wirklich sehr gut ineinander. Ein Nachbearbeiten ist hier nicht mehr nötig.
Der Kleinteilebeutel ist gut bestückt und enthält alle nötigen Teile, die man zum Fertigstellen des Funjets benötigt.

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Der Dekorbogen ist in typischer Multiplex Manier sehr schon Designed und auf eine recht dicke Folie gedruckt. Nach dem Ausschneiden lassen sich die Aufkleber aus Erfahrung sehr gut auf dem Modell aufbringen und halten dann dort auch auf Dauer.

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Die Anleitung ist gut verständlich in mehreren Sprachen aufgebaut und kommt mit vielen Informationen und Bildern daher. Wer vor dem Kauf schon mal einen Blick in die Anleitung werfen will, der wird auf der offiziellen Internet Seite des Herstellers unter www.multiplex-rc.de fündig und kann sich ausgiebig mit dem Bau vertraut machen, bevor man sich zum Kauf entscheidet.

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Hier habe ich den Funjet einfach mal ohne Kleber zusammengesteckt um mal zu sehen ob alles passt und wie alles zusammengesteckt werden muss. Wie man sieht, passt alles perfekt und man könnte schon den Eindruck gewinnen, dass das Modell "ready-for-takeoff" ist.

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Das Ruder am Flügel wird nur an der rot markierten Stelle mit einem Cutter-Messer vorsichtig eingeschnitten, sodass sich das Ruder frei bewegen kann. An dieser Stelle biege ich das Ruder von Hand einige male hin und her, damit sich das Elapor-Scharnier schon mal an seine Aufgabe gewöhnt und leichtgängiger wird. Auf diese Weise, werden die Servos nachher weniger belastet.

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Hier sieht man den fertigen Flügel mit eingebautem Servo und angeschlossenem Rudergestänge. Ich habe im Funjet Servos der Firma Hitec mit der Bezeichnung HS-55 verwendet. Diese Servos passen wunderbar in die Ausschnitte und ich habe bisher nur positive Erfahrungen mit dieser Art von Servos gemacht. Die Anschlusskabel der Servos sind lang genug und müssen nicht mehr durch ein weiteres Kabel verlängert werden.
Noch ein Tip an dieser Stelle: Ich habe die Servos lediglich mit doppelseitigem Klebeband eingeklebt. Das hält wenn man gutes Klebeband hat optimal und ermöglicht einem den zerstörungsfreien Ausbau des Servos, falls dieses nötig ist. Die Plastikabdeckung, die über das Servo kommt habe ich dann nachher einfach drauf gesteckt und an allen Seiten mit Tesafilm gesichert.

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Der Rumpf mit den Flügelansätzen.

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Der Rumpfrücken. Hier ein weiterer Tipp. In der Anleitung steht, dass es sehr wichtig sei, dieses Teil besonders gut einzukleben. Mir gefiel der Gedanke aber nicht, das Teil fest mit Sekundenkleber einzukleben, da man dann nicht mehr an den Empfänger kommen könnte, ohne das Teil wieder rauszureißen. Man müsste also die Servokabel verlängern um den Empfänger weiter nach vorne zu verlegen. Als Alternative habe ich das komplette Rückenteil auch einfach nur mit doppelseitigem Klebeband eingebaut. Hat wunderbar gehalten und ich hatte nie Probleme damit. Eine weitere Möglichkeit wäre, das Rückenteil in zwei Teile zu schneiden und das hintere Teil fest einzukleben und das vorder nur mit doppelseitigem Klebeband einzubauen. So hat man zumindest eine Art Serviceklappe und kommt noch gut an die Servokabel dran.

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Die Kabinenhaube habe ich nach dem Zusammenbau im Bereich der angedeuteten Cockpitscheibe einfach mit schwarzer auf Wasser basierender Acrylfarbe aus dem Baumarkt angemalt. Sah nach meinem Geschmack besser als der Aufkleber aus, aber das ist natürlich Geschmackssache.

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Bei den beiden Seitenrudern, bzw. Stabilisatoren ist es wichtig, diese mal vor dem Einbau ohne Kleber einzupassen um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie diese am besten eingeklebt werden. Denn gerade hier ist sauberes Arbeiten angesagt, damit die beiden Teile nachher in einem möglichst gleichen Winkel zum Rumpf stehen.

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Auf diesem Bild sind die beiden Tragflächen bereits mit Sekundenkleber (mitteldickflüssig) und Aktivator mit dem Rumpf verklebt worden. Hier muss wiederrum sehr sorgfältig gearbeitet werden, damit die Flügel waagerecht zum Rumpf angebracht werden und nicht nach oben oder unten aus der Waagerechten abweichen. An dieser Stelle legt man einen elementaren Baustein für das später Verhalten des Flugzeugs in der Luft.

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Das Gleiche nur von unten.

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An dieser Stelle kann man leider nicht mehr das schwarze Heckteil, in das der Motor eingeschraubt wird, sehen. Es ist aber vorhanden. An dieser Stelle habe ich wieder einen kleinen Trick angewendet um das Modell ggf. auch mal wieder auseinander nehmen zu können, ohne alles kaputt zu machen. Wie gesagt habe ich den Rumpfrücken mit doppelseitigem Klebeband eingeklebt. Danach habe ich das hintere Teil des Rumpfes, auf den der Motorhalter gesteckt wird, mit Tesafilm umwickelt und den Tesafilm mit Schleifpapier etwas angeraut. Danach habe ich den Motorträger mit Sekundenkleber mit dem Rumpf verklebt, aber eben nicht direkt auf dem Elapor, sondern auf einer Lage Tesafilm.

Den Motor und Regler Einbau habe ich laut Anleitung vorgenommen und den Regler dann noch mit Klettband an einer Rumpfseite gesichert.

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Hier ein Blick von vorne in den Funjet. Auf diesem Bild ist noch ein anderer Regler zu sehen. Geflogen bin ich den Funjet dann aber doch mit dem von Multiplex empfohlenen Brushless Set, das ich oben schon mit seinen technischen Daten angegeben habe.

Nun ist der Funjet so gut wie fertig und es fehlt nur noch der Einbau des Akkus. Der Akku kommt bei meiner Anordnung der RC Komponenten ganz nach vorne in die Nase. Das hat den Vorteil, das falls der Funjet mal abstürzen sollte, der Akku nach vorne aus dem Modell raus kann, ohne vorher noch einen Empfänger der davor angebracht ist zu zerstören. Denn bei dem Gewicht, das ein Lipo auf die Waage bringt, würde von dem Empfänger oder was sonst noch vor dem Akku liegt, nicht viel übrig bleiben.

Als Einstellungswerte für die Ruderausschläge und die exponentielle Werte habe ich zuerst einmal die Werte der Anleitung übernommen. Mit diesen Werten kommt man erstmal gut zurecht und kann dann nachher noch Anpassungen an seinen eigenen Flugstil vornehmen. Nicht vergessen, die Ruder vor dem ersten Start, wie in der Anleitung beschrieben nach oben zu stellen.

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Nach dem Einstellen des Schwerpunktes auf den hintersten in der Anleitung angegebenen Wert (Sicherheitseinstellung) habe ich bei uns auf dem Platz erst einmal einen Reichweitentest durchgeführt, der ohne Probleme verlief. Also theoretisch ist alles startklar. Noch kurz die Wirkrichtung der Ruder überprüft und dann war ich auch praktisch fertig zum ersten Start.

Am besten wirft man den Funjet in einem leichten Winkel nach oben, so um die 10-15° und das mit reichlich Gas. Dann ist der Start kein Problem. In der Luft ist der Funjet dann in seinem Element und geht ab wie Schmitz's Katze. Senkrecht nach oben mit etlichen Rollen beschleunigen ist überhaupt kein Problem. Der von Multiplex empfohlene Antrieb ist in jedem Fall eine gute Wahl. Vom Top-Speed her liegt er ganz klar im oberen Leistungssegment. Das einzige kleine Manko, das ich an dieser Stelle nicht verheimlichen möchte, ist das etwas zu hoch ausgefallene Gewicht des Antriebssets, wodurch man gezwungen ist etwas schneller zur Landung reinzukommen. Aber das Problem besteht wirklich nur bei der Landung und wenn man weiß, dass man einen Funjet nicht mit der Geschwindigkeit eines EasyStars landen kann, dann ist das auch kein Problem. In der Luft macht sich das Gewicht des Antriebs nicht bemerkbar, denn dafür hat der Antrieb einfach zu viel Power.

Ich hoffe euch hat mein kleiner Baubericht gefallen und er hilft euch bei der Entscheidungsfindung. Ich kann nur soviel sagen: Der FUNJET hat das FUN nicht umsonst im Namen :)

Dirk