Multiplex MovieStar


Spezifikationen:

Hersteller:Multiplex
Modell:MovieStar
Spannweite:ca. 1.400 mm
Rumpflänge ü. a.:ca. 950 mm
Fluggewicht:ca. 1.350 g
Tragflächeninhalt:   ca. 38 dm²
Flächenbelastung:   ab 35 g/dm²
RC-Funktionen:Höhe, Seite, Motor, optional: Kamera


RC-Komponenten :

Empfänger: Multiplex Micro 5/7
Servos: 2 x Simprop SES 100
Akku: Lipo 3s 11,1V 5000mAh
Motoren: 2 x VS-C250-10 (Brushless)
Regler: 2 x PULSAR XC-25
Luftschrauben:    2 x APC 8x4"

Grund für die Anschaffung des MovieStars war der Plan mit einem Fotoflieger nach Mallorca zu reisen und dort die Lüfte unsicher zu machen, um die Insel von oben zu photographieren. Aus diesem Grund standen die Eigenschaften fest, die der Flieger besitzen musste um in die nähere Wahl zu kommen. Wichtig war uns, dass wir eine stabile und robuste Kameraplattform bekommen, die man auch schon mal im unbefestigten Gelände landen kann, ohne die Kamera zu gefährden. Darüberhinaus wollten wir eine möglichst lange Flugzeit erreichen und schnell auf Höhe kommen. Aus diesen Gründen fiel die Entscheidung auf den MovieStar mit Brushless-Antrieb und Lipo Akku mit einer hohen Kapazität.

Für den Zusammenbau haben wir uns Gedanken gemacht, wie wir den Flieger für einen möglichen Transport im Ferienflieger möglichst weit zerlegen zu können um nicht eine riesen Transportkiste bauen zu müssen. Zu den einzelnen Ideen die wir dafür umgesetzt haben, komme ich im Laufe des Berichts, an den entsprechenden Stellen.



Der MovieStar komplett aufgebaut und startbereit. Natürlich ohne Kamera, denn die hat ja die Bilder von außen gemacht :)



Ein Blick ins Cockpit in das die Kamera eingebaut werden kann und einen guten 180° Ausblick hat. Außerdem besitzt der MovieStar noch eine Luke unter dem Rumpf, durch das direkt senkrecht nach unten gefilmt oder photographiert werden kann. Die Cockpitkanzel besteht aus normalem Kunststoff und wird vorne über die Nase gezogen und hinten mit Gummitüllen am Modell gesichert. Die Führungen für die Haube die im Flugzeug eingebaut sind, halten sie perfekt am Platz.





Das innere Holzteil wird hinten geklemmt und vorne durch den kleinen Hacken gesichert. Diese Methode hält wunderbar und man kann mit einem Handgriff die Kameraeinheit (weißer Styroporblock) aus dem Flieger nehmen und erreicht sofort den Akku der darunter angebracht ist.



Auf diesem Bild ist eine "virtuelle Kamera" zu sehen. Um die Flugeigenschaften mit dem zusätzlichen Kameragewicht so erproben, haben wir die ersten Flüge mit einem Blei-Dummy unternommen, um die Kamera nicht als Versuchsobjekt missbrauchen zu müssen.



Hier kann man einen Blick unter die Holzabdeckung werfen. Der große Lipoakku passt perfekt in den Akkuschacht, der recht groß dimensioniert ist und den Vorteil mit sich bringt, den Schwerpunkt je nach Kamera sehr weit verschieben zu können.



Man kann hier gut erkennen, wie die Tragflächen am Modell gesichert werden. Die Tragflächen werden mit einem GFK Rohr verbunden und dann mit den Plastikbrücken und Nylonschrauben auf dem Rumpf verschraubt. Das ganze hält gut, kann sich bei Bodenkontakt noch etwas bewegen und ist schnell demontierbar.



Der Flieger von unten. Man erkennt hier gut die Öffnung im Rumpf, durch die man senkrecht nach unten Aufnahmen machen kann.



Hier sieht man ganz gut ein Feature das wir eingebaut haben, um den Flieger gut zerlegen zu können. Wenn man auf den linken Teil des Rumpfes schaut, sieht man ein weißes Stück Plastik aus dem Rumpf schauen. Normalerweise wird das komplette Heck vorne im Rumpf eingeklebt, was natürlich suboptimal wäre, weil sich die Länge des zerlegten Fliegers mehr als verdoppelt. Also haben wir uns aus dem Baumarkt ein L Profil aus Plastik gekauft, dieses dann zurechtgeschnitten und zu einem Quadrat verklebt, das genau so groß ist, dass die Alu Heckstange rein passt. Durch diese Einheit wird dann ein Loch gebohrt, das das Heck durch eine Schraube in der Führung sichert. Die Führung wird jetzt in den Rumpf eingeklebt.





Die Innereien sind auf diesen Bildern gut zu sehen. Unten ist der Empfänger zu sehen, darüber kommen die 2 Servokabel vom Heck aus dem Heckrohr. Links unter den grünen MPX-Steckern sind jeweils links und rechts die beiden Brushless Regler angeordnet. Die Servokabel werden dann mit Kupplungen am Empfänger angeschlossen. Die Kabel werden dabei nochmal durch Ferritringe geführt, um die Störungen bei den langen Servokabeln so gering wie möglich zu halten.



Hier nochmal die Heckführung mit Schraube in der Nahaufnahme.



Die beiden Brushless-Motoren von VS-Modelltechnik sind wirklich eine Augenweide.





Um die Außenläufermotoren in den Motorgondeln zu befestigen haben wir auf die Motorträger der TwinStar zurückgegriffen. Diese kann man einzeln al Ersatzteil bestellen und leisten hier hervorragende Arbeit. Als Luftschraube wurde uns zu den Motoren eine APC 8x4" empfohlen, die eine gute Alternative zwischen Leistungsaufnahme und Schub darstellt.





Die Tragfläche komplett von unten mit den grünen MPX Buchsen, die die Motorkabel mit den Reglern verbindet.











Um die Eckeinheit möglichst einfach zerlegen zu können, haben wir einfach die Servos nach hinten in die Ruder gebaut. So kann man das ganze schnell und einfach zerlegen und verlagert gleich auch noch den Schwerpunkt weiter nach hinten. Hinzu kommt auch noch der Platzgewinn im Rumpf.

Das Höhenruder wird nur mit einem Gummi am Seitenruder befestigt, was der original Umsetzung entspricht. Anfänglich hatte ich hier ja ein paar Sorgen, ob das so hält und nicht flattert, aber es klappt prima solange die Gummis ok sind. Hier sollte man öfters mal die alten Gummis gegen Neue austauschen. Wäre ja nicht so gut, wenn mal eins in der Luft reißen sollte ;)



Der MovieStar wie man ihn jetzt jederzeit in 3 Minuten zerlegen kann. Perfekte Transportgröße.



Die Anleitung ist wieder in gewohnter Multiplex Qualität und kommt mit vielen Bildern daher. Als Beizettel liegen noch Hinweise bei, die Multiplex nach dem Erstellen der Anleitung aufgefallen sind und ein paar Sachen nochmal etwas verbessert erklären.



Zum Dekorbogen kann ich nicht viel sagen. Meinen Geschmack trifft er nicht und deswegen habe ich ihn nicht aufgeklebt.





Der fertige MovieStar auf der Startbahn.

Die beiden Brushless-Motoren beschleunigen den MovieStar auch auf höherem Gras sehr gut und er kommt nach kurzer Startstrecke frei. Das Fliegen damit ist sehr ruhig und angenehm. Der MovieStar ist kein Hotliner, das ist klar, dafür liegt er sehr satt in der Luft und man kann schöne unverwackelte Aufnahmen machen. Und das ist ja auch die Bestimmung des Fliegers. Landeanflüge kann man sehr steil ansetzten, so dass auch Landungen auf kleinen Flächen kein Problem darstellen. Einfach das Modell absacken lassen und kurz vor der Landung nochmal kräftig Gas geben und der MovieStar setzt brav und sachte auf. Übrigens was mir fast noch am meisten Spaß gemacht hat, war das Taxiing auf dem Boden. Das ist echt cool mit dem MovieStar langsam über den Platz zum Start zu rollen, dann Vollgas geben, die Motoren heulen auf und der MovieStar beschleunigt :)

Leider sind wir nach Bau, Einstellen und Einfliegen des Modells dann doch nicht in Urlaub gefahren, weil wir beruflich nicht zur gleichen Zeit frei bekommen haben. So ist der MovieStar bis heute nur in Deutschland geflogen.

Ich hoffe euch hat mein kleiner Baubericht gefallen und er hilft euch bei der Entscheidungsfindung.

Dirk