Multiplex EasyGlider Electric


1. Baukastent
2. RC-Komponenten
3. Rumpf
4. Leitwerk
5. Tragflächen
6. RC-Einbau
7. Auswiegen
8. Erstflug

1. Baukasten

Specifikation:

Technische Daten:

Spannweite: 1800mm
Länge über alles: 1130mm
Fluggewicht Motorsegler: 880g
Flächeninhalt (FAI): 41.6 dm²
Flächenbelastung: 21g/dm²
mit Ballast (max.350g): 25g/dm²
RC-Funktion: Seite, Höhe, Quer, Motor, Spoiler von FS abhängig


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Der EasyGlider kommt sehr gut verpackt in einem Baukasten mit den Abmessungen 109 x 15 x 21 cm beim Kunden an. Zuerst fiel mir die wirklich gute und sichere Verpackung auf. Alle Teile fanden gut in dem Karton, der sich nachher auch als Transportbox benutzen lässt, Platz. Die Tragflächen waren noch mal extra in Luftpolsterfolie verpackt. Nur der Dekorbogen war leicht zerknittert, was aber beim Aufbringen, der Klebebilder auf dem Modell, keine Probleme bereitete.

 

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Nach dem Auspacken sollte man die Vollständigkeit des Bausatzes prüfen.

 

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Die Kleinteile sind in einem extra Tütchen verpackt. Hier bietet es sich nach dem Öffnen an, die Ruderanlenkungen zusammen zu bauen, sonst sind die kleinen Madenschrauben ruckzuck weg.

 

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Der Dekorbogen war wie bereits erwähnt leicht zerknittert.

2. RC-Komponenten

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Servo Nano-S (UNI) #65120

Technische Daten:

Drehmoment: 11 / 13 [Ncm @ 4.8/6.0V]
Stellzeit: 0.12 / 0.10 [sec./40°@ 4.8/6.0V]
Maße LxBxH: 23x12x24 [mm]
Gewicht ca.: 8 [g]
Getriebe: Kunststoff

Benötigt werden 2 Stück für die Querruder

 

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Servo Tiny-S (UNI) #65121

Technische Daten:

Drehmoment: 26 / 30 [Ncm @ 4.8/6.0V]
Stellzeit: 0.08 / 0.06 [sec./40°@ 4.8/6.0V]
Maße LxBxH: 30x12x30 [mm]
Gewicht ca.: 17 [g]
Getriebe: Kunststoff

Benötigt werden 2 Stück für Höhen- und Seitenruder

 

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Regler MULTIcont X-16 #72271

Technische Daten:

Zellenzahl NiCd/NiMH: 6-8, 2 Li-BATT
Impulslänge: 1250-1750 µsec.
max. Dauerstrom (5min): 16A
BEC-Spannung: 5V
BEC-Strom: 1A
BEC-Verlustleistung: max. 2,5W
Taktfrequenz: 6000Hz
Abmessungen (LxBxH)ca: 27x20x8 mm
Gewicht mit Kabel: ca.17g
Anschluss Motor/ Akku blank/blank

 

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Receiver Micro IPD 35MHz (A) (MPX) #55967

Technische Daten:

Kanalzahl: 7
Empfangssystem: Einfachsuper FM/PPM mit IPD
Empfindlichkeit: ca. 2 µV
Stromversorgung: 4-6 Zellen NiCd/NiMH
Stromaufnahme: < 8 mA (ohne Servos)
Antennenlänge ca. 900 mm
Abmessungen (LxBxH): 52x29x16 mm
Gewicht: ca.30g
 

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PERMABATT Antriebs-Akku NiMH 8/1500-AA-S #156037

Technische Daten:

Nenn-Spannung: 7,2 V / 8 Zellen
Zellentyp: 1500mAh/ AA / NiMH
Abmessungen: ca. 115x53x15 mm
Gewicht: ca. 230g
Schnell-Ladestrom: max. 1,5A
Entladestrom: max. 9,0A
Konfektionsart: S

3. Rumpf

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Zuerst habe ich die Bowdenzugröhrchen in den Rumpf geklebt. Dazu einfach leicht Sekundenkleber in den vorgesehenen Kanal geben und dann das Röhrchen passend eindrücken. Hier habe ich keinen Aktivator verwendet, denn dadurch kann sich der Sekundenkleber nach dam trocknen gelb verfärben. Das Gleiche mit dem Antennenröhrchen machen.

 

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Die Kabinenhaube habe ich mit Acrylfarbe auf Wasserbasis schwarz angemalt. Das ergibt in jedem Fall eine schönere Farbe, als wenn man einen Edding benutzt. Die Farbe heißt Hobby Acryl und ist im Praktiker erhältlich.

 

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Um die Servos im Falle eines Defekts einfach austauschen zu können, habe ich diese einfach mit etwas doppelseitigem Klebeband beklebt und dann in den Rumpf gedrückt. Geht super schnell und hält Bombenfest. Ich will allerdings nicht verschweigen, dass ich ziemlich starkes und auch dickeres doppelseitiges Klebeband benutzt habe. Wo man das bekommt kann ich nicht sagen, weil mir das mal ein Freund mitgebracht hat.

Wichtig ist hier, vorher mal die Servos in den Empfänger zu stecken und diese zu betreiben. Dann die Servomitte an der Fernsteuerung auf 0 Stellen und den Ruderarm im 90° Winkel zur richtigen Seite (mal an den Rumpf halten) festschrauben.

 

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Als nächstes habe ich die Kabinenhaubenverschlüsse in die beiden Rumpfseiten eingeklebt. Hierbei darauf achten, dass diese auch richtig rum eingeklebt werden. Siehe Anleitung.

 

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In der Anleitung wird empfohlen am hinteren Ende eine Stahlkugel einzubauen um den Schwerpunkt nachher hin zu bekommen. Da kam mir in den Sinn, lieber eine CFK Verstärkung zu verbauen, um am Ende des Rumpfes Gewicht zu addieren als eine Stahlkugel einzusetzen. Macht in meinen Augen mehr Sinn. Verbaut wurde ein 6/4 mm Durchmesser CFK Rohr mit 32 cm Länge und einem Gewicht von 7,9g.

 

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Auch wenn der Motor vorentstört ist und ich den empfohlenen Multiplex Regler benutze, habe ich den Motor noch mal gesondert entsstört. Schaden kann's ja nicht. Danach habe ich den Regler angelötet. Hierbei fiel mir der einzige "Fehler" im Bausatz auf, denn auf meinem Motor war nicht ersichtlich wo der Plus- bzw. Minus-Pol war. Also habe ich schnell einen normalen Flugakku an die Anschlüsse gehalten und somit Plus und Minus identifiziert. Das ist sehr wichtig für die Laufrichtung des Motors. Das Modell soll ja später auch mal vorwärts fliegen ;)

 

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Jetzt konnte der Motor eingesetzt werden. Zuerst traute ich der wieder lösbaren Motorbefestigung ja nicht so recht, aber ich muss sagen, das hält wirklich gut.

Jetzt einer der schwierigsten Bauschritte, der Zusammenbau der Rumpfhälften. Dazu wird eine Seite mit mittelflüssigem Sekundenkleber benetzt und die andere Seite mit Aktivator besprüht. So jetzt wird's spannend, denn man hat nur einen Versuch die Rumpfhälften passend und verzugsfrei zusammenzukleben. Ich hab's zwar auch alleine geschafft, aber ein zweites Paar Hände, schadet hierbei sicherlich nicht.

4. Leitwerk

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Am Höhenruder müssen die äußeren Scharniere eingeschnitten werden. Hier empfiehlt es sich auch direkt ein paar Mal das Ruder von Hand hin und her zu bewegen um die Ruder leichtgängig zu machen. Das hilft den Servos und erleichtert nachher das richtige Einstellen der Ruderwege.

 

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Bevor ich die Ruder aufeinander geklebt habe, habe ich noch die beiden Ruderhörner eingeklebt.

 

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Das Höhen- und das Seitenruder passen gut in die jeweiligen Nuten, aber auch hier ist wieder ganz besonders darauf zu achten, dass die Teile im 90° Winkel aufeinander stehen und parallel zu den Tragflächen verbaut werden. Um noch ein wenig nachjustieren zu können, würde ich an dieser Stelle keinen Aktivator verwenden.

5. Tragflächen

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Der Zusammenbau der Tragflächen gestaltet sich sehr einfach. Der Vorfertigungsgrad ist ziemlich gut und so passen die Servos perfekt an ihren Platz.

 

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Auch hier ist wieder darauf zu achten, dass die Ruder leichtgängig sind, also Scharnier außen frei schneiden und das Ruder einige male mit der Hand auf und ab bewegen.

 

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Ich habe meine verlängerten Servokabel direkt am Servo angelötet, was jedoch ne Menge Arbeit ist ohne wesentliche Vorteile zu bringen. Beim nächsten Mal würde ich einfach ein Servoverlängerungskabel im Zubehör kaufen und auch kein gedrehtes nehmen.

 

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Die Querruderservos habe ich auch wieder mit doppelseitigem Klebeband befestigt und nachher noch mit Glasfaserklebeband gesichert.

Gerade bei den Querruderservos darauf achten, dass die Servos vor dem Einbau in der neutralen Mittelstellung stehen und der Servoarm 90° zur Seite steht. Ist das nicht der Fall, gibt es böse Überraschungen, wenn man zum ersten Mal die Fernsteuerung einschaltet.

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Jetzt noch die Ruderhörner einkleben, die Ruderanschlüsse einhängen und die beiden Holmoberseiten mit Sekundenkleber und Aktivator einkleben.

 

6. RC-Einbau

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Jetzt wird noch der Regler und der Empfänger mit Klettband befestigt und die Servos eingesteckt und es kann ans Einstellen der Ruderwege gehen. Ich habe alles genau wie in der Anleitung beschrieben eingestellt und bin damit ganz zufrieden. Falls die Ruder nicht den geforderten Ausschlag schaffen, sollte man die Ruder noch mal von Hand hin und her bewegen um die Scharniere zu lockern und ggf. die Anlenkungen an den Ruderhörnern weiter nach innen setzten. Wenn dann alles passt, noch einen Tropfen Sekundenkleber auf die Anlenkungsmuttern um diese vor dem Abfallen zu sichern. Achtung: Hierbei darf nichts zwischen Anlenkung und Ruderhorn kommen. Die Bewegungsfreiheit muss erhalten bleiben.

7. Auswiegen

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Nun wird solange die Batterie verschoben, bis der Schwerpunkt stimmt. Hierbei lieber den Schwerpunkt etwas zu weit vorne als zu weit hinten ansetzen. Wenn das Modell in Waage liegt, können wir ein Stück Styropor hinter die Batterie schieben um das verrutschen der Batterie zu verhindern und immer den richtigen Schwerpunkt auf Anhieb zu finden.

8. Erstflug

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Nachdem der Bau in ca. 6 Stunden abgeschlossen war, ging's auf den Flugplatz. Also noch mal schnell den Schwerpunkt mit den Fingern getestet, die Richtung der Ruderausschläge kontrolliert und einen Reichweitentest gemacht und schon konnte es losgehen.

Ich habe den EasyGlider einfach mit Vollgas und einem kräftigen Schwung gerade nach vorne weg geworfen und er flog auf Anhieb;) Also erstmal mit Motorleistung auf Höhe gestiegen und das Modell ausgetrimmt. Ehe ich mich versah, war ich in eine Thermikblase geraten und das Modell stieg schnell und ohne Motor weiter. Der Erstflug war ein voller Erfolg!

Es dauerte zwar noch 2-3 Landungen, bis ich genau raus hatte, wie viel Höhe ich zu der Landeklappenstellung der Querruder mischen musste, aber seit dem sind "Bei Fuß" Landungen überhaupt kein Problem mehr.

Mittlerweile habe ich einige Flüge mit dem EasyGlider hinter mir und kann Multiplex zu diesem Modell einfach nur gratulieren. Thermikfliegen geht super und auch einfacher Kunstflug ist möglich. Allerdings lassen sich die Figuren nur schwer fliegen, weil die Ohren der Flügel das Modell immer schnell wieder in eine neutrale Fluglage rollen lassen.

Das einzige Manko, das ich bisher bei diesem Modell feststellen konnte, ist der Motor. Dieser ist wirklich nur als Hilfsmotor zu verstehen um sehr langsam auf Höhe zu kommen. Hier ist gerade in Bodennähe Vorsicht geboten, denn das Modell ist anfangs so langsam, das man schon etwas Erfahrung braucht um das Modell gefühlvoll steigen zu lassen. In dieser Flugphase bietet der Motor keinerlei Reserven um einen Steuerfehler in Bodennähe zu korrigieren.

Natürlich darf man da auch nicht zuviel erwarten, denn es ist ja schon wirklich gut, das Multiplex bei dem Preis überhaupt ein Getriebemotor beilegt. Das machen nicht viele Hersteller.

Als Anfängerflieger ist das Modell sicherlich geeignet, auch wenn man am Anfang bestimmt etwas Unterstützung beim Start und bei der Landung haben sollte, aber das braucht man ja bei jedem Modell, wenn man Anfänger ist.

Inzwischen bin ich an dem Punkt angekommen, wo ich das Modell auch mal was schneller und rasanter fliegen möchte und auch mal in Bodennähe ein paar Kunststückchen machen möchte. Allerdings ist hierfür ein Brushlessantrieb unabdingbar. Mal sehen ob ich noch die Möglichkeit bekomme das zu testen. Falls dem so sein sollte, werde ich das Motorupgrade natürlich auch beschreiben und euch hier meine Erfahrungen zur Verfügung stellen.